Es gibt fünf gängige Wege, ein PDF zu unterschreiben – vom Drucker bis zur qualifizierten Signatur. Hier sind alle im Vergleich, mit ehrlicher Einordnung, wann welche Methode die richtige ist.
Der klassische Weg: PDF drucken, mit dem Stift unterschreiben, wieder einscannen oder abfotografieren. Er funktioniert immer, kostet aber Zeit, braucht einen Drucker und liefert am Ende oft schiefe, schlecht lesbare Scans. Rechtlich entsteht dabei übrigens keine handschriftliche Schriftform im Sinne des Gesetzes – die hat nur das Papier-Original selbst.
In einer Web-App oder Mobile-App wird die Unterschrift direkt ins Dokument gezeichnet – am Handy mit dem Finger, am Tablet mit dem Stift. Das erzeugt eine einfache elektronische Signatur (eIDAS): für formfreie Alltagsverträge ausreichend und in zwei Minuten erledigt.
So arbeitet auch Tamgara: Formularfelder werden wie im Chat abgefragt, die Unterschrift wird gezeichnet oder eingesetzt, das fertige PDF bleibt beim Selbst-Signieren komplett auf dem Gerät. Kostenlos, ohne Konto.
Wer seine gewohnte Papier-Unterschrift im PDF haben will, unterschreibt einmal auf weißem Papier, fotografiert sie und lässt sie freistellen. Gute Tools entfernen den Papierhintergrund automatisch (bei Tamgara per Otsu-Verfahren direkt im Browser) und speichern die Unterschrift für die Wiederverwendung. Rechtlich ist auch das eine einfache elektronische Signatur – optisch aber vom Papier nicht zu unterscheiden.
Bei fortgeschrittenen und qualifizierten Signaturen bestätigt ein Zertifikat die Identität des Unterzeichners; bei der QES ist vorher eine Identitätsprüfung (z. B. Video-Ident oder eID) nötig. Nur die QES ersetzt die gesetzliche Schriftform (§ 126a BGB).
Diesen Weg braucht man selten – aber dann wirklich: etwa für Verbraucherdarlehensverträge oder wenn die Gegenseite explizit eine QES verlangt. Qualifizierte Signaturen gibt es nur bei geprüften Vertrauensdiensteanbietern (EU-Trusted-List), in der Regel kostenpflichtig. Tamgara bietet bewusst keine QES an.
macOS (Vorschau) und die Adobe-Reader-Apps können Unterschriften einfügen. Das funktioniert gut für gelegentliches Selbst-Signieren am Rechner; es fehlen aber Formular-Führung, Signatur-Protokoll und der Versand an andere Unterzeichner.
| Methode | Kosten | Aufwand | Rechtliche Einordnung | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Drucken + Scannen | Papier/Drucker | hoch | Kopie der Unterschrift, kein Original | Notlösung ohne Software |
| Am Gerät zeichnen | kostenlos (z. B. Tamgara) | sehr gering | einfache elektronische Signatur | Alltagsverträge, Formulare |
| Papier-Unterschrift übernehmen | kostenlos (z. B. Tamgara) | gering | einfache elektronische Signatur | alle, die ihre gewohnte Unterschrift wollen |
| FES/QES beim Vertrauensdienst | meist kostenpflichtig | mittel (Ident-Verfahren) | QES ersetzt die Schriftform | gesetzliche Schriftform, hohe Streitwerte |
| Bordmittel (Vorschau, Reader) | kostenlos | gering | einfache elektronische Signatur | gelegentliches Selbst-Signieren am Rechner |
Öffne die Vorlage und fang einfach an – in ein paar Minuten hältst du das fertige, unterschriebene PDF in der Hand.
Jetzt kostenlos ausfüllen