Warum einen privaten Kredit schriftlich festhalten?
Gerade unter Freunden und in der Familie schafft ein kurzer Vertrag Klarheit: Wie viel wurde geliehen, bis wann wird zurückgezahlt, gibt es Zinsen? Das schützt die Beziehung – und im Streitfall beide Seiten.
Darf ich privat Zinsen verlangen?
Ja, private Darlehen dürfen verzinst werden – wucherische oder sittenwidrige Zinsen sind allerdings unwirksam (§ 879 ABGB). Ist eine Verzinsung vereinbart, aber keine Höhe, gelten die gesetzlichen 4 % pro Jahr (§ 1000 ABGB). Viele private Darlehen sind bewusst zinslos; dafür gibt es in der Vorlage ein eigenes Ankreuzfeld.
Was, wenn in Raten zurückgezahlt wird?
Trage einfach die monatliche Rate und das Datum der ersten Rate ein. Alternativ kannst du ein festes Rückzahlungsdatum für die gesamte Summe vereinbaren.
Ist der Vertrag mit digitaler Unterschrift gültig?
Ein privater Darlehensvertrag ist formfrei und kann elektronisch unterschrieben werden. Tamgara erzeugt eine einfache elektronische Signatur nach eIDAS; auf Wunsch unterschreiben beide Parteien per Link.
Ist ein privater Darlehensvertrag ohne Notar gültig?
Ja. Ein Darlehen zwischen Privatpersonen (§§ 983 ff. ABGB) ist formfrei gültig – ein Notar ist nicht nötig. Der schriftliche Vertrag dient dem Beweis: Ohne ihn lässt sich im Streitfall kaum belegen, dass es ein Darlehen (und kein Geschenk) war.
Was kann ich tun, wenn das Darlehen nicht zurückgezahlt wird?
Zuerst schriftlich mahnen und eine Frist setzen. Danach kann die Forderung bei Gericht eingeklagt werden – bei Geldforderungen ergeht im gerichtlichen Mahnverfahren zunächst ein bedingter Zahlungsbefehl. Der schriftliche Vertrag mit Zahlungsnachweis ist dafür die Grundlage. Die Kapitalforderung verjährt in Österreich grundsätzlich erst nach 30 Jahren; rückständige Zinsen und Raten verjähren in drei Jahren (§§ 1478, 1480 ABGB).