Warum einen privaten Kredit schriftlich festhalten?
Gerade unter Freunden und in der Familie schafft ein kurzer Vertrag Klarheit: Wie viel wurde geliehen, bis wann wird zurückgezahlt, gibt es Zinsen? Das schützt die Beziehung – und im Streitfall beide Seiten.
Darf ich privat Zinsen verlangen?
Ja – bei privaten Darlehen sind Zinsen aber nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden (Art. 313 OR). Der Zinssatz muss angemessen sein; überhöhte Zinsen können gegen kantonale Höchstsätze oder das Verbot der Übervorteilung verstossen. Viele private Darlehen sind bewusst zinslos; dafür gibt es in der Vorlage ein eigenes Ankreuzfeld.
Was, wenn in Raten zurückgezahlt wird?
Trage einfach die monatliche Rate und das Datum der ersten Rate ein. Alternativ kannst du ein festes Rückzahlungsdatum für die gesamte Summe vereinbaren.
Ist der Vertrag mit digitaler Unterschrift gültig?
Ein privates Darlehen (Art. 312 ff. OR) ist formfrei und kann elektronisch unterschrieben werden. Tamgara erzeugt eine einfache elektronische Signatur im Sinne des Schweizer Signaturgesetzes (ZertES); auf Wunsch unterschreiben beide Parteien per Link.
Ist ein privater Darlehensvertrag ohne Notar gültig?
Ja. Ein Darlehen zwischen Privatpersonen ist formfrei gültig – ein Notar ist nicht nötig. Der schriftliche Vertrag dient dem Beweis: Ohne ihn lässt sich im Streitfall kaum belegen, dass es ein Darlehen (und kein Geschenk) war.
Was kann ich tun, wenn das Darlehen nicht zurückgezahlt wird?
Zuerst schriftlich mahnen und eine Frist setzen. Wurde kein Rückzahlungstermin vereinbart, ist das Darlehen innert sechs Wochen nach der ersten Aufforderung zurückzuzahlen (Art. 318 OR). Danach kannst du die Forderung auf dem Betreibungsweg geltend machen (Zahlungsbefehl über das Betreibungsamt). Die Rückzahlungsforderung verjährt in der Regel erst nach zehn Jahren (Art. 127 OR).